100 Jahre Hockey-Abteilung...

...oder wie alles Begann

Sportplatz m. Umkleide 1916

Im September 1911 versammelten sich 11 Kameraden im Gasthaus "Zur Post" und beschlossen die Gründung einer Hockey-Abteilung.
Die ersten schüchternen Hockeyversuche fanden auf einem Platz gleich hinter der Orthstrasse statt, der eher einem Acker als einem Hockeyplatz glich. Zwei Holzstangen ohne Querlatte und Netz stellten das Tor dar, auf das erstmalig in Pasing mit „krummen Schlägern“ der kleine weisse Ball geschlagen, geschlenzt und geschoben wurde.
Am 25. März 1912 fand das erste Spiel gegen die bereits 1910 gegründete Hockeymannschaft des MTV München statt, das mit 10:2 verloren wurde.

Die Jahre bis zum 2. Weltkrieg

Trotz des inzwischen begonnenen 1. Weltkrieges begannen die dezimierten Vereinsmitglieder mit dem Ausbau des Platzes an der Landsbergerstraße.

Nach dem Krieg lieferten die Pasinger bereits damals den führenden Münchner Clubs manch spannenden Kampf, kamen aber im Wesentlichen bis zum Jahr 1933 über eine Außenseiterrolle nicht hinaus.

Durch Jugendarbeit wurde die Spielstärke der TSG immer mehr gehoben und wurde in Südbayern zu einem stark respektierten Gegner. 1937 erfolgte dann endgültig der Einzug in die höchste bayerische Spielklasse.

Wiederaufbau und die erfolgreichen 40er & 50er Jahre

Das Spieljahr 1940/41 brachte dann den ersten sportlichen Höhepunkt der Abteilung. Im Herbst 1940 wurde sie zum ersten Male Südbayerischer Meister. Am 20.10.1940 standen sich in Pasing auf heimischen Platz vor einer großen Zuschauermenge die Meister von Südbayern und Nordbayern TSG Pasing und HG Nürnberg gegenüber. Verdient konnte erstmals der Titel eines Bayerischen Hockeymeisters errungen werden.

Im Frühjahr 1941 begannen dann die Spiele um die Deutsche Hockeymeisterschaft. Infolge des Krieges waren die meisten Spieler der TSG Pasing eingezogen. Sportwart Walzel brachte jedoch das Kunststück fertig, alle in Frage kommenden Spieler für die Spiele um die Deutsche Meisterschaft „loszueisen“, wobei unsere Leute von allen Kriegsschauplätzen anreisten. Das Spiel gegen Etuf ESSEN am 18.5.1941 brachte auf dem Pasinger Platz (man spielte immer noch auf einem Fußballfeld) einen Besucherrekord. 2400 (!) zahlende Zuschauer konnten verzeichnet werden. Ein 1:0 Sieg. Somit stand Pasing als erste bayerische Mannschaft in einem Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Am Pfingstsonntag des Jahres 1941 traten sie im Dantestadion in München vor 7000 (!) Zuschauern gegen den Berliner Hockeyclub, an, dem sie nach spannendem Spiel mit 0: 1 unterlagen.

Während des 2. Weltkrieges flaute der Spielverkehr ab und kam ab Ende 1943 ganz zum Erliegen.
Trotz vieler Verluste ließ sich die TSG Pasing nicht unterkriegen und der Tatkraft einiger treuer Mitglieder war es zu verdanken, dass schon Ende 1945 wieder aufgebaut wurde, was der verheerende Krieg übrig gelassen hatte. Es war dies nicht mehr viel: ein mit Bombentrichtern übersätes Gelände, ein zerstörtes Clubhaus und in alle Winde zerstreute Mitglieder. 21 Kameraden kehrten nicht mehr auf das Spielfeld zurück.

1948 wurde zum zweiten Mal die Münchener Stadtmeisterschaft (erstmals 1938) errungen. In der Südbayerischen Meisterschaft der Jahre 1947 bis 1952 belegte die Mannschaft stets den 2. Platz.
1953 holte sich die TSG Pasing zum zweiten Mal die Bayerische Meisterschaft.

In der Deutschen Meisterschaft 1954 wurde in der Zwischenrunde gegen den mehrfachen Deutschen Meister Uhlenhorst Mühlheim knapp mit 1 : 0 verloren. 1954 wurde die gesamtbayerische Oberliga gegründet, so dass hinfort eine Südbayerische Meisterschaft nicht mehr ausgespielt wurde. 1957 wurde man mit nur einem Punkt Rückstand Bayerischer Vizemeister hinter dem HC Wacker München. Damit erhielten sie zum 3. Mal seit 1941 die Teilnahmeberechtigung zur Deutschen Meisterschaft. Gegen den Niedersachsenmeister SC Goslar 08 schieden sie jedoch schon gleich wieder aus.

Im Dezember 1961 errang die TSG Pasing die erstmals ausgespielte Bayerische Hallenhockeymeisterschaft.

Die Frauen Jahre

Seit 1968 sind unsere Mädchen und später auch die Damen immer mit an der Spitze. 1972 stellte sich der bisher größte Erfolg der Hockey-abteilung ein. Die weibliche Jugend gewinnt im Endspiel gegen Viersen in Pasing (2: 1) und holt erstmals den deutschen Meistertitel nach Pasing.

Zahlreiche bayerische Titel, mehrere Süddeutsche Meisterschaften und zahlreiche Siege auf bedeutenden Turnieren des In- und Auslandes runden diese äußerst erfolgreiche Bilanz ab, zu der auch gehört, daß weibliche Jugend und Damen mehrfach in den Endrunden um die Deutsche Meisterschaft vertreten waren. 1974 wurde die weibliche Jugend in Wuppertal im Endspiel gegen Eintracht Braunschweig (1: 3) Deutscher Hallen-Vizemeister.
Fast geschlossen trat die weibliche Jugend in die Damenmannschaft über. Diese durchlief in einem Siegeszug ohnegleichen die Bayer. Verbandsliga, die Oberliga Süd und stieg 1980 in die neu gegründete Bundesliga auf. Sie spielten dort 4 Jahre - bis 1983 - und anschließend bis 1986 drei Jahre in der Regionalliga Süd. In der Halle spielten sie von 1979 -1981 in der Regionalliga Süd und von 1982 -1984 in der neu geschaffenen Bundesliga. Von 1985 bis 1986 gehörten sie der Regionalliga an. 1986 mussten sie im Feld und in der Halle durch widrige Umstände bedingt in die Bayerische Oberliga absteigen.

Die Neuzeit

Im Herbst des Jahres 1990 wurde endlich mit dem Bau des lang ersehnten Vereinsheimes begonnen. Zur selben Zeit begannen sich durch hervorragende Jugendarbeit neue junge Mannschaften zu gründen. Aus dieser Jugend ging nicht nur die jetzige Herrenmannschaft hervor sondern auch die seit 2005 wieder bestehende Damenmannschaft.

Unser ganzer Stolz

2006 ist es endlich soweit: Die TSG Pasing bekommt als einer der letzten Münchner Vereine einen Kunstrasen. Dieser ist ein wichtiger Meilenstein für den Erfolg und die weitere Entwicklung der TSG, da bisher insbesondere der verzögerte Trainingsbeginn aufgrund der schlechten Platz- und Lichtverhältnisse im Frühjahr zu Trainingsrückstand gegenüber anderer Vereine mit Kunstrasen führte.

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